Mogelpackungen der Nahrungsmittel-
industrie enttarnt

Mogelpackungen der Nahrungsmittel- <br>industrie enttarnt

Hans-Ulrich Grimm im Laacher Forum warnt vor Fertiggerichten und Süßkram
Mit Dr. phil. Hans-Ulrich Grimm konnte die Buch- und Kunsthandlung Maria Laach den renommierten Lebensmitteljournalisten fürs Laacher Forum gewinnen, früher Spiegelredakteur, heute „Dr. Watson, der Food Detektiv“.

In Maria Laach warnte Grimm vor allem, dass Eltern ihre Kinder ungesund mit Fertigprodukten ernähren, eine Zusammenfassung seines Buches „Gummizoo macht Kinder froh, krank und dick dann sowieso“. Und da sind nicht nur die viel zu zuckerhaltigen Süßigkeiten wie Gummibärchen oder Cola. Bereits im Babyalter werden Kinder mit künstlicher Gläschen-Nahrung geschmacklich falsch programmiert, betonte der Referent. Jeder Erwachsene würde abwinken, wollte man ihm glauben machen, dass er in Zukunft nur noch Konservennahrung zu sich nehmen solle, da dies doch viel gesünder sei. Mütter hingegen vertrauen Hipp, Nestlé und Co. Dabei müssen industriell gefertigte Baby-Gläschen haltbar gemacht und erhitzt werden, wobei z.B. Vitamine verloren gehen. Ulrich Grimm kritisiert nicht nur den geringen Nährstoffgehalt und schlechten Geschmack der Gläschennahrung. Die „supersterile Sauberkeit“ und die „absolute Freiheit von Schadstoffen“ sind, so der Autor, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen „das zentrale Problem fürs kindliche Immunsystem. Gläschen sind die Ursache für spätere Krankheiten und Allergien. Dabei könne doch „jeder Depp selbst schnell Obst- und Gemüsebrei kochen.“

Und er erwähnte eine Studie aus dem Jahr 1928, in der Clara Davis bewies, dass bereits Kleinkinder in der Lage sind, die für sie richtigen Lebensmittel zu wählen. Hans-Ulrich Grimm: „Keine zwei Kinder haben das Gleiche gegessen.“ Schließlich brauche jeder Körper andere Nährstoffe, weshalb „Ernährungsratschläge problematisch sind.“ Außerdem machten überzuckerte Industrieprodukte süchtig und Softdrinks könnten zum Tode führen, wusste der Journalist zu berichten. Nach einer Studie der amerikanischen Tuffs Universität, geleitet vom ehemaligen Harvard-Forscher Dariush Mozaffarian, „seien Softdrinks weltweit für 180.000 Todesfälle im Jahr verantwortlich.“

Eigentlich sagt uns das Gehirn, was unser Körper braucht. Was aber, wenn in einer Tüten-Hühnersuppe  nur noch zwei Gramm Trockenhuhn sind und Fruchtjoghurts mit Aromastoffen und Sägespänen in Richtung Erdbeere oder Ananas getunt werden? Der Körper findet in diesen Nahrungsmitteln nicht die gesuchten Nährstoffe, sodass wir zu viel essen.

Ob Gummibärchen, Limonaden, Margarine oder Chips, in all diesen Artikeln steckt Zitronensäure, ebenso wie in der Produkten des Cateringkonzerns Apetito, warnt Grimm. Eigentlich sei Zitronensäure harmlos, „doch heutzutage wird die Säure nicht mehr aus Zitronen gewonnen, sondern industriell produziert und zwar mithilfe eines Schimmelpilzes. Die Säure kann auch dazu beitragen, dass das Leichtmetall Aluminium ins Gehirn transportiert wird – ein Risiko für die Alzheimerkrankheit, aber auch für Hyperaktivität und Lernstörungen.“

Selbsthergestellte Lebensmittel sind einfach gesünder und tragen wesentlich zum leiblichen und seelischen Wohlbefinden bei. Eine gute Voraussetzung, Essen nach Lust und Laune ungestört zu genießen, aber bitte nichts aus der Tüte.

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